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Sie sollten Ihren Küchenschwamm alle sieben Tage wechseln

Küchenschwämme gehören zu den wichtigsten Helfern beim Abwasch – gleichzeitig zählen sie jedoch zu den größten Keimquellen in der Küche. Eine Untersuchung des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) zeigt, dass sich auf ihnen Krankheitserreger nicht nur über längere Zeit halten, sondern auch stark vermehren können.

Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren.

Schwämme bieten ideale Bedingungen für Bakterien

Feuchtigkeit, Speisereste und eine warme Umgebung schaffen ideale Voraussetzungen für das Wachstum von Mikroorganismen. Das BfR untersuchte unter anderem die Bakterienarten Salmonella Enteritidis, Escherichia coli (E. coli) und Staphylococcus aureus. Bereits geringe Mengen dieser Keime vermehrten sich auf Küchenschwämmen innerhalb kurzer Zeit erheblich. Selbst nach zwei Wochen waren die Erreger noch nachweisbar.

Besonders problematisch: Die Verunreinigung ist weder sichtbar noch riechbar. Auch stark belastete Schwämme unterscheiden sich äußerlich kaum von sauberen.

Keime werden leicht übertragen

Ein verschmutzter Schwamm kann Krankheitserreger schnell auf Arbeitsflächen, Küchenutensilien oder Lebensmittel übertragen. Bereits leichter Druck genügt, damit Bakterien vom Schwamm auf andere Oberflächen gelangen. Kommen sie anschließend mit Lebensmitteln in Kontakt, kann dies im schlimmsten Fall zu Lebensmittelinfektionen führen.

So halten Sie Küchenschwämme hygienisch

Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Keimbelastung deutlich verringern:

  • Tauschen Sie Küchenschwämme spätestens alle sieben Tage aus. In Haushalten mit älteren, kranken oder immungeschwächten Personen empfiehlt sich ein noch häufigerer Wechsel.
  • Wurde ein Schwamm zum Reinigen von Flächen verwendet, die mit rohem Fleisch in Berührung gekommen sind, sollte er anschließend entsorgt werden.
  • Spülen Sie den Schwamm regelmäßig mindestens zwei Minuten lang mit mindestens 70 Grad heißem Wasser aus. Dadurch lässt sich die Keimzahl deutlich reduzieren.
  • Alternativ können Spülbürsten oder Mikrofasertücher verwendet werden. Diese weisen in der Regel eine geringere Keimbelastung auf und lassen sich problemlos in der Spül- oder Waschmaschine reinigen.

Regelmäßiger Austausch schützt die Gesundheit

Küchenschwämme erleichtern den Alltag, können bei unsachgemäßer Nutzung jedoch schnell zur Keimschleuder werden. Da sich Krankheitserreger oft unbemerkt vermehren, ist ein regelmäßiger Austausch die einfachste und wirksamste Maßnahme, um das Risiko einer Keimübertragung in der Küche deutlich zu reduzieren.