Eine Gefriertruhe ist ein ausgesprochen geduldiger Haushaltshelfer. Sie bewahrt Lebensmittel über Monate auf, macht aus der Gemüseernte einen Vorrat für den Winter und sorgt dafür, dass sich auch die Reste vom Sonntagsessen noch verwerten lassen. Solange Strom fließt, denkt kaum jemand darüber nach, was im Inneren des Geräts geschieht. Fällt jedoch plötzlich die Elektrizität aus, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn auch eine gut isolierte Gefriertruhe kann ihre Temperatur nicht unbegrenzt halten.
Besonders ärgerlich ist ein Stromausfall während des Urlaubs. Während die Bewohner verreist sind, kann das Gerät zwischenzeitlich ausfallen und später wieder anspringen. Bei der Rückkehr erscheint alles normal: Das Display zeigt minus 18 Grad, die Lebensmittel sind hart gefroren. Ob sie zwischendurch aufgetaut waren, lässt sich dann möglicherweise nicht mehr erkennen. Zwei einfache Haushaltstricks sollen helfen, solche Situationen zu vermeiden oder zumindest einen Hinweis darauf zu geben. Einer davon ist ausgesprochen sinnvoll. Beim anderen ist allerdings Vorsicht geboten.
Warum eine volle Gefriertruhe im Vorteil ist
Die wichtigste Regel bei einem Stromausfall lautet: Tür oder Deckel geschlossen halten. Denn sobald warme Umgebungsluft eindringt, erwärmt sich der Innenraum schneller. Je besser das Gerät isoliert und je dichter es gefüllt ist, desto länger können die Lebensmittel ihre niedrige Temperatur behalten.
Dabei spielt die Menge der gefrorenen Waren eine entscheidende Rolle. Fleisch, Gemüse, Brot und andere Tiefkühlprodukte speichern Kälte beziehungsweise benötigen Wärmeenergie, um sich zu erwärmen und aufzutauen. Liegen viele gefrorene Lebensmittel dicht beieinander, dauert dieser Vorgang länger als bei einer beinahe leeren Truhe.
Als grobe Orientierung nennt die amerikanische Lebensmittelbehörde USDA für ein vollständig gefülltes, geschlossenes Gefriergerät etwa 48 Stunden, für ein halb gefülltes rund 24 Stunden. Das sind allerdings keine garantierten Fristen. Wie schnell die Temperatur tatsächlich steigt, hängt unter anderem vom Gerät, der Umgebungstemperatur und davon ab, ob zwischendurch geöffnet wird. <Cite refs={[„turn613876search1″,“turn613876search4“]}/>
Wasserflaschen werden zu zusätzlichen Kältespeichern
Wer nicht genug Tiefkühlkost besitzt, um seine Gefriertruhe zu füllen, kann freie Stellen mit gefrorenem Wasser nutzen. Dafür eignen sich stabile, gefriergeeignete Kunststoffflaschen oder gut verschließbare Gefrierbeutel. Werden sie mit Wasser gefüllt und eingefroren, entstehen einfache Eisblöcke, die bei einem Stromausfall zusätzliche Wärme aufnehmen können, bevor sie vollständig auftauen.
Die Flaschen sollten allerdings nicht randvoll sein. Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus, weshalb ausreichend Platz bleiben muss. Bei Gefrierbeuteln ist darauf zu achten, dass sie dicht verschlossen sind und möglichst so liegen, dass auslaufendes Wasser keinen Schaden anrichten kann.
Am besten werden die Behälter nach und nach eingefroren, statt große Mengen Wasser auf einmal in das Gerät zu stellen. Denn zunächst muss das Wasser selbst heruntergekühlt werden, was zusätzliche Energie kostet. Sind die Eisblöcke erst einmal vollständig durchgefroren, können sie bei einem späteren Stromausfall als Kältereserve dienen.
Die Methode ist besonders für Haushalte interessant, deren Gefriertruhe nur teilweise gefüllt ist. Allerdings sollte man die vorhandenen Lebensmittel nicht durch Wasserflaschen ersetzen, nur um möglichst viele Eisblöcke unterzubringen. Außerdem dürfen Belüftungsöffnungen oder vom Hersteller vorgeschriebene Freiräume nicht blockiert werden.
Die zusätzliche Eismasse verschafft im Ernstfall etwas mehr Zeit. Sie kann aber weder eine Stromversorgung ersetzen noch garantieren, dass Lebensmittel nach einem längeren Ausfall noch sicher sind.
Der Eiswürfeltest vor dem Urlaub: Was er wirklich verrät
Neben dem Einfrieren von Wasserflaschen kursiert ein weiterer Haushaltstipp. Vor einer längeren Reise soll ein einzelner Eiswürfel in eine kleine Schale gelegt und im Gefrierfach aufbewahrt werden. Ist er nach dem Urlaub verschwunden oder hat sich seine Form deutlich verändert, könnte das ein Hinweis auf einen zwischenzeitlichen Temperaturanstieg sein.
Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar: Wenn der Strom lange genug ausfällt, schmilzt das Eis. Läuft das Gerät später wieder an, gefriert das Wasser erneut. Statt des ursprünglichen Eiswürfels liegt dann möglicherweise eine flache Eisschicht in der Schale.
Als Warnsignal kann eine solche Veränderung nützlich sein. Ein zuverlässiger Test für die Sicherheit der übrigen Lebensmittel ist sie jedoch nicht. Ein Eiswürfel kann sich auch bei dauerhaftem Gefrierbetrieb durch Sublimation verkleinern, also dadurch, dass Eis unmittelbar in Wasserdampf übergeht. Umgekehrt beweist ein noch vorhandener Eiswürfel nicht, dass es zu keinem kritischen Temperaturanstieg gekommen ist.
Auch der verwandte Trick, eine Münze auf gefrorenes Wasser zu legen und nach dem Urlaub ihre Position zu kontrollieren, hat Schwächen. Fachleute weisen darauf hin, dass die Münze selbst bei teilweise geschmolzenem Eis oben bleiben kann. Aus ihrer Position lässt sich deshalb nicht sicher ableiten, ob eingefrorene Lebensmittel zwischendurch bedenklich warm geworden sind. <Cite refs={[„turn196027search4″,“turn196027search6“]}/>
Ein Thermometer ist verlässlicher als ein Eiswürfel
Wer die Temperatur im Gefriergerät kontrollieren möchte, sollte ein geeignetes Gefrierthermometer verwenden. Für die langfristige Lagerung empfiehlt die Verbraucherzentrale eine Temperatur von minus 18 Grad Celsius. Bei älteren Geräten ohne genaue Digitalanzeige lässt sich so prüfen, ob diese Temperatur im normalen Betrieb tatsächlich erreicht wird. <Cite ref=“turn613876search6″/>
Für längere Abwesenheiten kann ein Temperaturdatenlogger sinnvoll sein. Anders als ein gewöhnliches Thermometer zeichnet er den Verlauf auf und macht nach der Rückkehr sichtbar, ob und wie stark sich das G
Stromausfall: Mit diesem einfachen Trick bleibt die Gefriertruhe länger kalt
Eine Gefriertruhe ist ein ausgesprochen geduldiger Haushaltshelfer. Sie bewahrt Lebensmittel über Monate auf, macht aus der Gemüseernte einen Vorrat für den Winter und sorgt dafür, dass sich auch die Reste vom Sonntagsessen noch verwerten lassen. Solange Strom fließt, denkt kaum jemand darüber nach, was im Inneren des Geräts geschieht. Fällt jedoch plötzlich die Elektrizität aus, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn auch eine gut isolierte Gefriertruhe kann ihre Temperatur nicht unbegrenzt halten.
Besonders ärgerlich ist ein Stromausfall während des Urlaubs. Während die Bewohner verreist sind, kann das Gerät zwischenzeitlich ausfallen und später wieder anspringen. Bei der Rückkehr erscheint alles normal: Das Display zeigt minus 18 Grad, die Lebensmittel sind hart gefroren. Ob sie zwischendurch aufgetaut waren, lässt sich dann möglicherweise nicht mehr erkennen. Zwei einfache Haushaltstricks sollen helfen, solche Situationen zu vermeiden oder zumindest einen Hinweis darauf zu geben. Einer davon ist ausgesprochen sinnvoll. Beim anderen ist allerdings Vorsicht geboten.
Warum eine volle Gefriertruhe im Vorteil ist
Die wichtigste Regel bei einem Stromausfall lautet: Tür oder Deckel geschlossen halten. Denn sobald warme Umgebungsluft eindringt, erwärmt sich der Innenraum schneller. Je besser das Gerät isoliert und je dichter es gefüllt ist, desto länger können die Lebensmittel ihre niedrige Temperatur behalten.
Dabei spielt die Menge der gefrorenen Waren eine entscheidende Rolle. Fleisch, Gemüse, Brot und andere Tiefkühlprodukte speichern Kälte beziehungsweise benötigen Wärmeenergie, um sich zu erwärmen und aufzutauen. Liegen viele gefrorene Lebensmittel dicht beieinander, dauert dieser Vorgang länger als bei einer beinahe leeren Truhe.
Als grobe Orientierung nennt die amerikanische Lebensmittelbehörde USDA für ein vollständig gefülltes, geschlossenes Gefriergerät etwa 48 Stunden, für ein halb gefülltes rund 24 Stunden. Das sind allerdings keine garantierten Fristen. Wie schnell die Temperatur tatsächlich steigt, hängt unter anderem vom Gerät, der Umgebungstemperatur und davon ab, ob zwischendurch geöffnet wird. <Cite refs={[„turn613876search1″,“turn613876search4“]}/>
Wasserflaschen werden zu zusätzlichen Kältespeichern
Wer nicht genug Tiefkühlkost besitzt, um seine Gefriertruhe zu füllen, kann freie Stellen mit gefrorenem Wasser nutzen. Dafür eignen sich stabile, gefriergeeignete Kunststoffflaschen oder gut verschließbare Gefrierbeutel. Werden sie mit Wasser gefüllt und eingefroren, entstehen einfache Eisblöcke, die bei einem Stromausfall zusätzliche Wärme aufnehmen können, bevor sie vollständig auftauen.
Die Flaschen sollten allerdings nicht randvoll sein. Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus, weshalb ausreichend Platz bleiben muss. Bei Gefrierbeuteln ist darauf zu achten, dass sie dicht verschlossen sind und möglichst so liegen, dass auslaufendes Wasser keinen Schaden anrichten kann.
Am besten werden die Behälter nach und nach eingefroren, statt große Mengen Wasser auf einmal in das Gerät zu stellen. Denn zunächst muss das Wasser selbst heruntergekühlt werden, was zusätzliche Energie kostet. Sind die Eisblöcke erst einmal vollständig durchgefroren, können sie bei einem späteren Stromausfall als Kältereserve dienen.
Die Methode ist besonders für Haushalte interessant, deren Gefriertruhe nur teilweise gefüllt ist. Allerdings sollte man die vorhandenen Lebensmittel nicht durch Wasserflaschen ersetzen, nur um möglichst viele Eisblöcke unterzubringen. Außerdem dürfen Belüftungsöffnungen oder vom Hersteller vorgeschriebene Freiräume nicht blockiert werden.
Die zusätzliche Eismasse verschafft im Ernstfall etwas mehr Zeit. Sie kann aber weder eine Stromversorgung ersetzen noch garantieren, dass Lebensmittel nach einem längeren Ausfall noch sicher sind.
Der Eiswürfeltest vor dem Urlaub: Was er wirklich verrät
Neben dem Einfrieren von Wasserflaschen kursiert ein weiterer Haushaltstipp. Vor einer längeren Reise soll ein einzelner Eiswürfel in eine kleine Schale gelegt und im Gefrierfach aufbewahrt werden. Ist er nach dem Urlaub verschwunden oder hat sich seine Form deutlich verändert, könnte das ein Hinweis auf einen zwischenzeitlichen Temperaturanstieg sein.
Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar: Wenn der Strom lange genug ausfällt, schmilzt das Eis. Läuft das Gerät später wieder an, gefriert das Wasser erneut. Statt des ursprünglichen Eiswürfels liegt dann möglicherweise eine flache Eisschicht in der Schale.
Als Warnsignal kann eine solche Veränderung nützlich sein. Ein zuverlässiger Test für die Sicherheit der übrigen Lebensmittel ist sie jedoch nicht. Ein Eiswürfel kann sich auch bei dauerhaftem Gefrierbetrieb durch Sublimation verkleinern, also dadurch, dass Eis unmittelbar in Wasserdampf übergeht. Umgekehrt beweist ein noch vorhandener Eiswürfel nicht, dass es zu keinem kritischen Temperaturanstieg gekommen ist.
Auch der verwandte Trick, eine Münze auf gefrorenes Wasser zu legen und nach dem Urlaub ihre Position zu kontrollieren, hat Schwächen. Fachleute weisen darauf hin, dass die Münze selbst bei teilweise geschmolzenem Eis oben bleiben kann. Aus ihrer Position lässt sich deshalb nicht sicher ableiten, ob eingefrorene Lebensmittel zwischendurch bedenklich warm geworden sind. <Cite refs={[„turn196027search4″,“turn196027search6“]}/>
Ein Thermometer ist verlässlicher als ein Eiswürfel
Wer die Temperatur im Gefriergerät kontrollieren möchte, sollte ein geeignetes Gefrierthermometer verwenden. Für die langfristige Lagerung empfiehlt die Verbraucherzentrale eine Temperatur von minus 18 Grad Celsius. Bei älteren Geräten ohne genaue Digitalanzeige lässt sich so prüfen, ob diese Temperatur im normalen Betrieb tatsächlich erreicht wird. <Cite ref=“turn613876search6″/>
Für längere Abwesenheiten kann ein Temperaturdatenlogger sinnvoll sein. Anders als ein gewöhnliches Thermometer zeichnet er den Verlauf auf und macht nach der Rückkehr sichtbar, ob und wie stark sich das G
