Kühlschränke gibt es in vielen Varianten: mit einem großen Kühlraum, mit integriertem Eisfach oder als Kombination mit separatem Gefrierbereich. Besonders beliebt ist das Modell mit untenliegendem Gefrierfach. Diese Bauweise gilt als ergonomisch, energiesparend und alltagstauglich – vor allem für Haushalte, die häufiger kühlen als einfrieren.
Der größte Vorteil liegt in der praktischen Anordnung: Da sich der Kühlbereich oben befindet, befinden sich die am häufigsten genutzten Lebensmittel auf Augen- und Griffhöhe. Milch, Gemüse, Käse oder Getränke müssen nicht aus der Hocke heraus gesucht oder herausgehoben werden.
Das spart Kraft und schont Rücken und Knie – ein spürbarer Komfortgewinn, besonders im täglichen Gebrauch. Der Gefrierteil wird seltener geöffnet und kann daher problemlos im unteren Bereich untergebracht werden.
In modernen Kühl-Gefrier-Kombinationen ist das Gefrierfach meist als separater Bereich mit Auszügen oder Schubladen konzipiert. So bleibt der Zugriff auf Tiefkühlprodukte trotz niedriger Position bequem.
Energieeffizienz und Temperaturzonen
Ein weiterer Vorteil ist die Energieeffizienz. Da Kälte physikalisch nach unten sinkt, arbeitet ein Kühlschrank mit untenliegendem Gefrierfach besonders effizient. Der Kältekreislauf ist so angelegt, dass die kalte Luft aus dem Gefrierbereich nach oben steigt und dabei den Kühlraum unterstützt. Das reduziert die Laufzeiten des Kompressors und spart Strom.
Viele Geräte verfügen zudem über getrennte Kühlkreisläufe für beide Bereiche. Das bedeutet: Temperatur und Luftfeuchtigkeit lassen sich individuell steuern, ohne dass Gerüche oder Frost übergreifen. Wer häufig frische Lebensmittel lagert, profitiert davon, dass der obere Bereich gleichmäßig temperiert bleibt.
Übersicht und Stauraum
Der Aufbau schafft auch Übersicht. Häufig genutzte Lebensmittel liegen im oberen Bereich direkt im Blickfeld. Schubladen für Obst und Gemüse sind leicht erreichbar und lassen sich besser reinigen als tiefe Fächer in Bodennähe.
Der Gefrierteil bietet meist drei bis vier Schubladen, die einzeln herausnehmbar sind. Das erleichtert das Sortieren und reduziert den Kälteverlust beim Öffnen, da nur der benötigte Bereich zugänglich ist.
Geräte mit No-Frost-Technik verhindern zusätzlich die Eisbildung im unteren Teil, was den Wartungsaufwand deutlich verringert.
Für wen sich die Bauweise besonders eignet
Diese Bauweise ist ideal für Haushalte, die mehr frische als tiefgefrorene Lebensmittel nutzen – also für Familien, Paare oder Einzelhaushalte, die regelmäßig einkaufen und Wert auf frische Produkte legen.
Auch für Küchen mit häufig genutzter Arbeitsfläche auf Augenhöhe ist die Anordnung praktisch, da der Griff zum Kühlschrank weniger Bewegung erfordert. In kleinen Küchen, in denen Platz und Ergonomie entscheidend sind, ist diese Aufteilung besonders beliebt.
Unterschiede zu anderen Modellen
- Kühlschrank mit obenliegendem Gefrierfach: günstiger in der Anschaffung, aber weniger ergonomisch. Man muss sich häufiger bücken, um an Gemüsefächer oder Milchprodukte zu gelangen.
- Side-by-Side-Geräte: bieten viel Volumen, benötigen aber mehr Stellfläche und verbrauchen meist mehr Energie.
- Einbaukühlschränke ohne Gefrierteil: effizient für Haushalte mit separatem Gefrierschrank, aber weniger flexibel.
Der Kühlschrank mit untenliegendem Gefrierfach stellt somit einen guten Kompromiss dar – platzsparend, ergonomisch und energieeffizient.
Durchdachte Aufteilung mit Komfortgewinn
Ein Kühlschrank mit untenliegendem Gefrierfach bietet eine ausgewogene Kombination aus Komfort und Funktionalität. Er erleichtert den Zugriff auf häufig genutzte Lebensmittel, spart Energie durch natürliche Kälteverteilung und sorgt für bessere Übersicht im Alltag.
Gerade für Familienküchen oder Haushalte, die Wert auf frische, leicht erreichbare Lebensmittel legen, ist diese Anordnung eine durchdachte Lösung – unauffällig, praktisch und im täglichen Gebrauch spürbar komfortabler.
