Fisch gehört zu den Lebensmitteln, die sich erstaunlich gut in der Heißluftfritteuse zubereiten lassen. Das Gerät arbeitet mit heißer, schnell zirkulierender Luft und kann die Oberfläche des Fischs schön bräunen, während das Innere saftig bleibt. Besonders praktisch ist das bei kleinen Portionen: Der Backofen muss nicht vorgeheizt werden und auch die Pfanne bleibt sauber.
Dabei muss der Fisch nicht vorgegart sein. Roher Fisch kann direkt in den Airfryer – vorausgesetzt, das Filet ist vollständig aufgetaut und wird durchgegart. Ob Alaska-Seelachs, Kabeljau, Lachs oder ein anderer geeigneter Speisefisch: Entscheidend sind vor allem Dicke und Größe des Stücks. Dünne Filets sind deutlich schneller fertig als ein dickes Stück.
Wie lange braucht Alaska-Seelachsfilet im Airfryer?
Bei einem aufgetauten Alaska-Seelachsfilet sind etwa 10 bis 15 Minuten bei rund 180 Grad ein guter Ausgangspunkt. Die genaue Garzeit hängt von der Dicke des Filets und vom jeweiligen Gerät ab. Nach etwa zehn Minuten sollte man deshalb erstmals kontrollieren, statt sich blind auf die Uhr zu verlassen.
Das Filet kann vorher mit etwas Öl bestrichen und nach Geschmack mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft oder Kräutern gewürzt werden. Ein kleiner Spritzer Öl ist besonders dann sinnvoll, wenn das Filet sehr mager ist. Zu viel Öl braucht es dagegen nicht – schließlich wird der Fisch in der Heißluftfritteuse nicht in Fett gebraten.
Ob der Fisch fertig ist, lässt sich am einfachsten an seiner Struktur erkennen: Das Fleisch sollte nicht mehr glasig sein und sich leicht mit einer Gabel zerteilen lassen. Wer ein Küchenthermometer verwendet, kann die Kerntemperatur kontrollieren. Für Fisch gilt als sicherer Richtwert eine Kerntemperatur von etwa 63 Grad Celsius.
Kann man panierten Fisch im Airfryer machen?
Fischstäbchen, selbst paniertes Fischfilet und andere panierte Fischprodukte können darin knusprig werden, ohne dass sie in reichlich Öl ausgebacken werden müssen. Bei Tiefkühlprodukten funktioniert das besonders unkompliziert: Sie kommen in der Regel direkt aus dem Gefrierfach in den Korb.
Bei selbst paniertem Fisch sollte die Panade möglichst gut am Filet haften. Eine klassische Reihenfolge aus Mehl, verquirltem Ei und Semmelbröseln funktioniert auch im Airfryer. Anschließend die Panade dünn mit Öl besprühen oder bepinseln. Das unterstützt die Bräunung und verhindert, dass die Oberfläche trocken und blass bleibt.
Bei paniertem Fisch liegt die Temperatur meist etwas höher als bei einem unpanierten Filet. Rund 180 bis 200 Grad und etwa 10 bis 15 Minuten sind ein brauchbarer Ausgangspunkt, abhängig von Dicke und Produkt. Fischstäbchen brauchen häufig weniger Zeit. Auch hier sollte man sich an den Angaben auf der Verpackung beziehungsweise am eigenen Gerät orientieren.
Gefroren oder aufgetaut?
Tiefgekühlter Fisch kann grundsätzlich ebenfalls im Airfryer zubereitet werden. Allerdings verlängert sich die Garzeit. Bei dünnen Fischstäbchen ist das problemlos, bei einem dicken gefrorenen Filet ist die Sache etwas heikler: Die Oberfläche kann bereits stark garen, während das Innere noch nicht durch ist.
Für rohe Fischfilets ist es deshalb meist einfacher, sie vorher im Kühlschrank vollständig auftauen zu lassen. Anschließend sollte man sie mit Küchenpapier gut trocken tupfen. Das verbessert nicht nur die Bräunung, sondern verhindert auch, dass überschüssiges Wasser im Airfryer austritt und die Oberfläche eher dämpft als röstet.
Was sollte man beim Fisch im Airfryer beachten?
Fisch ist empfindlicher als viele Fleischstücke. Wer das Filet zu lange im Gerät lässt, bekommt deshalb schnell ein trockenes Ergebnis. Gerade bei magerem Alaska-Seelachs lohnt es sich, die Garzeit eher vorsichtig anzusetzen und bei Bedarf ein paar Minuten nachzulegen.
Auch sollte der Korb nicht zu voll sein. Die heiße Luft muss möglichst ungehindert um den Fisch zirkulieren können. Bei mehreren Filets ist etwas Abstand deshalb sinnvoll. Eine kurze Garzeit und ausreichend Luft um das Lebensmittel sind schließlich der eigentliche Vorteil des Airfryers.
Am Ende bleibt eine einfache Faustregel: Roher Fisch funktioniert, panierter Fisch funktioniert ebenfalls – und bei beidem entscheidet die Dicke mehr über die Garzeit als der Name des Fisches. Wer mit etwa 180 Grad startet und den Fisch gegen Ende kontrolliert, hat gute Chancen auf ein saftiges Filet mit leicht gebräunter Oberfläche.
