Vor der Reise wird oft noch einmal alles erledigt: Kühlschrank prüfen, Müll rausbringen, Fenster schließen, Pflanzen gießen. Die Spülmaschine gerät dabei leicht in Vergessenheit. Dabei ist gerade sie ein Gerät, in dem Feuchtigkeit, Wärme und Speisereste zusammenkommen. Wer länger verreist, sollte die Tür deshalb nicht fest verschlossen lassen.
Eine Spülmaschine arbeitet mit heißem Wasser, Dampf und engen Innenräumen. Nach dem letzten Spülgang bleibt immer etwas Restfeuchte zurück: an den Wänden, in Dichtungen, im Sieb, an Körben und in kleinen Ecken, die nicht gut belüftet sind. Im normalen Alltag fällt das kaum auf, weil die Maschine regelmäßig geöffnet und neu beladen wird.
Während eines Urlaubs steht sie dagegen oft tagelang oder wochenlang geschlossen. Dann kann sich ein feuchtwarmes Klima halten. Genau das begünstigt muffige Gerüche und im ungünstigen Fall auch Schimmel. Besonders anfällig sind Gummidichtungen, Siebe, Besteckkörbe, Falze und Bereiche um die Tür.
Ein kleiner Spalt reicht meist aus, damit Luft zirkulieren und Feuchtigkeit entweichen kann. Die Tür muss nicht weit offenstehen. Es genügt, sie nach dem letzten Spülgang leicht angelehnt zu lassen.
Vor der Abreise einmal leer räumen
Vor einem längeren Urlaub sollte die Spülmaschine vollständig ausgeräumt werden. Halbvolle Maschinen sind problematisch, weil Essensreste auf Tellern, Tassen oder Besteck antrocknen, riechen und Schimmel bilden können. Auch ein „fast sauberer“ Teller ist nach zwei Wochen im geschlossenen Innenraum kein schöner Empfang.
Sinnvoll ist ein letzter Spülgang kurz vor der Abreise. Danach wird die Maschine geöffnet, Geschirr und Besteck werden herausgenommen, und der Innenraum kann abkühlen und trocknen. Wer ganz gründlich sein will, wischt anschließend die Türdichtung und die Kanten mit einem sauberen Tuch trocken.
Das Sieb ist der wichtigste Kontrollpunkt
Viele Gerüche in der Spülmaschine entstehen nicht an den Wänden, sondern im Sieb. Dort sammeln sich kleine Speisereste, Fett, Fasern und Krümel. Bleiben sie während des Urlaubs feucht liegen, können sie unangenehm riechen.
Deshalb gehört das Sieb vor längerer Abwesenheit herausgenommen, ausgespült und wieder korrekt eingesetzt. Auch der Bereich darunter sollte kontrolliert werden. Wichtig ist, keine harten Gegenstände, Glassplitter oder Kerne zu übersehen. Sie können später die Pumpe belasten oder den Wasserablauf behindern.
Wer regelmäßig kocht, sollte diese Reinigung ohnehin nicht nur vor dem Urlaub erledigen. Das Sieb ist ein Verschleißpunkt des Küchenalltags: Je sauberer es bleibt, desto besser spült die Maschine und desto geringer ist das Risiko für Gerüche.
Was beim normalen Spülen nicht sauber wird
Der Innenraum einer Spülmaschine wird bei jedem Lauf mit Wasser erreicht. Doch nicht alle Stellen werden gleich gut gespült. Türfalze, Dichtungen, Scharniere, die Oberkante der Tür und manche Kunststoffteile liegen außerhalb des direkten Sprühbereichs. Genau dort können beim Einräumen Reste von Soßen, Milch, Saft oder Fett landen.
Diese Bereiche sollten mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Besonders die Gummidichtung lohnt einen zweiten Blick. In ihren Rillen können sich dunkle Ablagerungen bilden. Auch der Besteckkorb, die Aufnahmen der Körbe und die Sprüharme sollten gelegentlich geprüft werden. Sind Düsen verstopft, verteilt sich das Wasser schlechter, und die Maschine arbeitet weniger zuverlässig.
Tür offen – aber sicher
Die leicht geöffnete Tür ist in den meisten Haushalten unproblematisch. Trotzdem sollte man sie so stehen lassen, dass niemand darüber stolpert und keine Kinder oder Haustiere hineinklettern können. Wer eine sehr kleine Küche hat, kann die Tür nur wenige Zentimeter öffnen oder mit einem Tuch so fixieren, dass sie nicht zufällt.
Bei Einbauküchen ist auch der Blick auf die Arbeitsplatte sinnvoll. Nach dem letzten Spülgang sollte starker Dampf nicht dauerhaft unter empfindliche Kanten ziehen. Deshalb ist es besser, die Maschine erst abkühlen zu lassen und die Tür danach angelehnt offen zu halten.
Reinigungsprogramm vor längerer Abwesenheit
Wer die Maschine lange nicht gereinigt hat, kann vor dem Urlaub ein heißes Programm ohne Geschirr laufen lassen. Dafür eignen sich ein Maschinenreiniger oder, je nach Herstellerangabe, ein entsprechendes Pflegeprogramm. So werden Fett und Ablagerungen besser gelöst.
Wichtig ist, keine ungeeigneten Hausmittel wahllos zu kombinieren. Essig kann Gummi und Metallteile auf Dauer belasten, wenn er häufig oder hoch dosiert eingesetzt wird. Zitronensäure wird in vielen Haushalten genutzt, sollte aber ebenfalls maßvoll und passend zum Gerät verwendet werden. Am sichersten sind die Pflegehinweise des Herstellers.
Auch Wasser und Strom kurz bedenken
Bei sehr langer Abwesenheit stellen manche Haushalte den Wasserzulauf zur Spülmaschine ab. Das kann das Risiko eines Wasserschadens verringern, sofern der Hahn gut zugänglich ist und sich problemlos schließen lässt. Nach der Rückkehr muss er natürlich wieder geöffnet werden.
Vom vollständigen Herausziehen des Steckers ist nicht immer auszugehen, weil viele Einbaugeräte schwer erreichbar sind. Wer den Stecker gut erreicht, kann ihn bei längerer Abwesenheit ziehen. Wichtiger als solche Zusatzmaßnahmen bleibt aber: kein schmutziges Geschirr stehen lassen, Sieb reinigen, Tür öffnen.
Nach dem Urlaub nicht sofort beladen
Nach der Rückkehr lohnt sich ein kurzer Blick in die Maschine. Riecht sie frisch? Ist noch Feuchtigkeit sichtbar? Sitzt das Sieb richtig? Wenn die Maschine länger offen stand, reicht oft ein normaler Spülgang. Bei muffigem Geruch sollte zunächst ohne Geschirr ein heißes Programm laufen.
Auch Salz, Klarspüler und Reiniger können geprüft werden. Wer nach dem Urlaub direkt wieder kocht, übersieht solche Kleinigkeiten leicht. Dabei sind sie entscheidend dafür, ob Gläser sauber trocknen und Geschirr ohne Beläge aus der Maschine kommt.
