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Auf Granit arbeiten

In Spanien sind viele Küchen mit Granitarbeitsplatten ausgestattet. Urlaubsreisende kennen und lieben die pflegeleichten Arbeitsplatten. Auch bei der Einrichtung der heimischen Küche könnte die Entscheidung für eine Arbeitsplatte aus Granit richtig sein.

In Spanien sind viele Küchen mit Granitarbeitsplatten ausgestattet. Urlaubsreisende kennen und lieben die pflegeleichten Arbeitsplatten. Auch bei der Einrichtung der heimischen Küche könnte die Entscheidung für eine Arbeitsplatte aus Granit richtig sein.

Jedoch sind Arbeitsplatten aus Granit etwas teuer als solche mit einer Kunststoffoberfläche. Grund: Die Aussparungen für Spüle und Herd muss der Fachmann genau ausfräsen. Heimwerker beißen sich an dem harten Material die Zähne aus – mit Kreissäge und Bohrer ist dem Tiefengestein nicht beizukommen. Granite entstehen durch die Erstarrung von Gesteinsschmelzen (Magma) innerhalb der Erdkruste, meistens in einer Tiefe von mehr als zwei Kilometer unter der Erdoberfläche.

Vorteile und Nachteile von Arbeitsplatten aus Granit

Natursteinflächen sind so gut wie nicht kaputt zu bekommen. Selbst ein heißer Topf hinterlässt keine Spuren, wenn man ihn direkt vom Herd auf die Platte stellt. Sie sind hitze- und lichtbeständig, geruchsneutral und unempfindlich gegenüber Wasser und Wasserdampf.

Natursteinplatten wiegen wesentlich mehr als Spannplatten. Eine zwei Meter lange Küchenarbeitsplatte kann fast 100 Kilogramm wiegen. Die Unterschränke müssen also einiges aushalten. Wer öfters umzieht, sollte auf Granitplatten verzichten. Denn der Stein lässt sich zum einen nicht beliebig anpassen. Zum anderen besitzt nur ein Steinmetz die dazu erforderlichen Werkzeuge. Granitplatten sind also eher etwas für die Küche im Eigenheim. Natursteine sind auch wenn die Oberfläche poliert ist, leicht porös. Deshalb ist eine Versiegelung nötig. Das Imprägnieren von Granit – wie auch von jeder anderen Natursteinart – bewirkt eine höhere Unempfindlichkeit gegenüber Flecken und macht die entsprechend behandelten Flächen für drei bis vier Jahre Fett und Wasser abweisend.

Die Granitpflege

Spezialläden bieten verschiedene Pflegemittel an, vom Versiegelungswachs bis zu speziellen Pflegemitteln für Granitplatten. Diese Natursteinreiniger sind in aller Regel mildalkalisch und säurearm, um das Material nicht anzugreifen. Gut zur Reinigung geeignet sind einfach Wasser und Seife. Flecken von säurehaltigen Flüssigkeiten wie Rotwein oder Obstsaft am besten gleich entfernen. Abzuraten ist von der Verwendung von Scheuermitteln. Ab und zu muss die Versiegelung erneuert werden. Dazu gibt es spezielle Mittel. Wenn Arbeitsplatten gut eingebaut und gepflegt sind, halten sie länger als jede andere Arbeitsplatte und die Besitzer haben jahrzehntelang Freunde an Granit.