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Küche folieren: Wie die alte Küche ein neues Gesicht bekommt

Viele Küchen sind technisch völlig in Ordnung, wirken aber optisch aus der Zeit gefallen. Fronten vergilben, Farben verlieren an Strahlkraft, Griffe nutzen sich ab. Eine komplett neue Küche ist teuer und aufwendig, doch es gibt eine praktikable Alternative: das Folieren.

Mit modernen, hochwertigen Dekorfolien lassen sich Küchenfronten, Kanten und sogar einzelne Elemente so überarbeiten, dass der Raum optisch einen deutlichen Sprung nach vorn macht. Die Methode ist schnell, relativ günstig und ausgesprochen flexibel – ideal für Haushalte, die ohne große Umbauarbeiten für eine frische Atmosphäre sorgen möchten.

Wie funktioniert das Folieren?

Grundlage jeder Folierung ist eine gründliche Vorbereitung. Die alten Fronten werden abgenommen, gereinigt und entfettet. Nur ein glatter, trockener Untergrund sorgt dafür, dass die Folie dauerhaft haftet. Anschließend werden die selbstklebenden Vinylfolien millimetergenau zugeschnitten und aufgebracht. Mit einem Rakel wird die Luft herausgedrückt, ein Heißluftföhn sorgt dafür, dass sich die Folie eng an Kanten und leichte Rundungen schmiegt. Moderne 3D-Folien sind so elastisch, dass sie auch über profilierte Flächen gezogen werden können – eine Voraussetzung, um ältere Küchenmodelle ohne sichtbare Übergänge zu überarbeiten.

Welche Vorteile bietet die Methode?

Der größte Pluspunkt ist die optische Vielfalt. Folien gibt es in matten und glänzenden Farben, in Holz-, Stein- oder Betonoptik sowie in strukturierten Designs, die einer echten Oberfläche erstaunlich nahekommen. Dadurch können Küchen völlig neu wirken, ohne dass Schränke, Geräte oder Leitungen verändert werden müssen. Auch bei Mietwohnungen ist die Methode beliebt: Folien lassen sich später rückstandslos entfernen und können deshalb eingesetzt werden, ohne gegen Mietvertragsregelungen zu verstoßen. Da die Arbeiten meist innerhalb eines Tages abgeschlossen sind, entfällt der typische Baustellencharakter einer klassischen Renovierung.

Worauf sollte man vorab achten?

Eine Folierung funktioniert nur, wenn der Untergrund intakt ist. Stark beschädigte, aufgequollene oder tief zerkratzte Fronten eignen sich nicht. Auch sehr filigrane Profile sind schwierig und erhöhen den Zeitbedarf. Wichtig ist außerdem die Wahl einer hochwertigen Folie. Diese sollte hitzebeständig sein, feuchten Küchendämpfen standhalten und UV-stabil bleiben. Günstige Folien können sich an den Kanten lösen oder schon nach kurzer Zeit ausbleichen. Wer auf eine einheitliche Optik Wert legt, sollte zudem überlegen, ob auch Sockelleisten, Seitenwangen oder Nischenrückwände foliert werden sollen.

Selber machen oder den Profi beauftragen?

Grundsätzlich kann man eine Küchenfolierung selbst durchführen, doch das gelingt nur mit viel Geduld, Geschick und sauberem Arbeitsumfeld. Schon kleine Fehler – etwa Staubeinschlüsse oder eine minimal schiefe Kante – bleiben sichtbar. Der professionelle Folierer arbeitet mit Spezialwerkzeugen, kennt die Eigenheiten der Materialien und liefert meist ein langlebigeres Ergebnis. Je nach Küchengröße und Aufwand liegen die Kosten meist zwischen 800 und 1.800 Euro. Damit bleibt die Folierung deutlich günstiger als eine komplette neue Küche, die schnell mehrere tausend Euro kostet.

Wie langlebig ist das Ergebnis?

Hochwertige Folien halten in der Regel viele Jahre, sind leicht zu reinigen und widerstandsfähig gegenüber den üblichen Beanspruchungen in der Küche. Sie eignen sich gut für Haushalte, die ihr Design regelmäßig auffrischen möchten, ohne gleich große Investitionen zu tätigen. Wer seine Küche praktischer oder moderner gestalten will, findet in der Folierung eine unkomplizierte Lösung, die optisch viel bewirken kann, ohne die Substanz anzutasten.

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