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So starten unsere Nachbarn ins neue Jahr

Andere Länder, andere Bräuche – und wenn es um Glück fürs neue Jahr geht, hat fast jede Nation ihre eigene Tradition. Vom Traubenessen in Spanien bis zum Münz-Brot in Griechenland: Diese Silvesterrituale sollen Erfolg, Liebe und Wohlstand bringen – und machen neugierig auf fremde Feierkulturen.

Spanien – 12 Trauben für 12 Wünsche

In Spanien zählt der Jahreswechsel zu den lautesten und fröhlichsten Momenten des Jahres. Punkt Mitternacht werden zu jedem der zwölf Glockenschläge eine Traube gegessen und ein Wunsch ausgesprochen. Wer es schafft, alle Trauben rechtzeitig zu verputzen, dem steht ein glückliches Jahr bevor. Deshalb bieten viele Märkte rund um Silvester kleine Päckchen mit genau zwölf Weintrauben an – oft sogar kernlos und geschält, damit das Glück nicht an einem Kern hängenbleibt.

Schottland – Glücksbringer mit Kohle und Whisky

In Schottland heißt der Brauch „First Footing“ und geht auf jahrhundertealte Neujahrsrituale zurück. Kurz nach Mitternacht ziehen junge Männer – traditionell dunkelhaarig, das gilt als besonders glücksbringend – mit Whisky, Rosinenbrot und einem Stück Kohle von Haus zu Haus. Klopft ein solcher Besucher an die Tür, sollte man ihn unbedingt hereinbitten: Er symbolisiert Wärme, Wohlstand und gute Gesellschaft für das kommende Jahr.

Griechenland – Brot mit Glücksmünze

In Griechenland gehört zum Neujahrstag die Vasilopita, ein süßes Hefegebäck, das an Königskuchen erinnert. Vor dem Backen wird eine Münze in den Teig eingearbeitet. Beim Anschneiden am Neujahrstag wird jedes Familienmitglied mit einer Scheibe bedacht – und wer das Stück mit der Münze bekommt, darf sich über Glück, Erfolg und Gesundheit im neuen Jahr freuen. Oft wird die Vasilopita mit Orangenaroma oder Mandeln verfeinert und festlich mit Puderzucker bestäubt.

Italien – Glück in Rot und Gold

In Italien beginnt das neue Jahr mit viel Symbolik und Stil. Paare legen beim Mitternachtssekt einen goldenen Ring ins Glas, um Reichtum und ewige Liebe zu beschwören. Noch bekannter ist jedoch ein anderer Brauch: Viele Italienerinnen – und ebenso Spanierinnen oder Chileninnen – tragen in der Silvesternacht rote Unterwäsche als Glücksbringer für Liebe und Leidenschaft. Wichtig dabei: Die Dessous sollten neu sein und als Geschenk erhalten werden, sonst wirkt der Zauber angeblich nicht.

Frankreich – Crêpes für das Glück

In Frankreich darf zum Jahreswechsel etwas Süßes nicht fehlen. Hier backt man Crêpes, die beim Wenden mit der rechten Hand in der Pfanne und einer Münze in der linken geworfen werden. Gelingt der Wurf, steht ein Jahr voller Erfolg bevor. Dazu trinkt man Champagner und begrüßt das neue Jahr mit einem herzlichen „Bonne année!“.

Ob Trauben, Münzen oder rote Stoffe – die Silvesterbräuche Europas verbinden alle dasselbe Ziel: Glück, Liebe und gute Wünsche für das neue Jahr. Und vielleicht lohnt es sich, in diesem Jahr einmal selbst eine Traube zu essen, ein Stück Brot zu teilen oder ein bisschen Rot zu tragen – schaden kann es sicher nicht.