Zum Inhalt springen
Home » Tools & Organisation » Kratzer im Ceranfeld: Was sich entfernen lässt – und wann nur Schadensbegrenzung möglich ist

Kratzer im Ceranfeld: Was sich entfernen lässt – und wann nur Schadensbegrenzung möglich ist

Ein Topf mit rauem Boden, ein verrutschtes Backblech oder ein Sandkorn zwischen Pfanne und Kochfeld – schon ist der erste Kratzer im Ceranfeld da. Viele hoffen, dass sich die Oberfläche wieder wie neu polieren lässt. Tatsächlich kommt es darauf an, ob es sich um oberflächliche Abriebspuren oder echte Kratzer im Glaskeramikfeld handelt.

Bevor zu Politur oder Hausmitteln gegriffen wird, lohnt sich ein genauer Blick. Häufig sind vermeintliche Kratzer in Wirklichkeit Metallabrieb von Töpfen oder Pfannen. Diese grauen Streifen sitzen auf der Oberfläche und lassen sich oft mit einem speziellen Glaskeramikreiniger oder einer Ceranfeld-Pflege entfernen.

Bleibt die Spur auch nach gründlicher Reinigung sichtbar und ist sie mit dem Fingernagel fühlbar, handelt es sich meist um einen echten Kratzer. Dieser lässt sich nicht einfach wegputzen.

Kann man Kratzer herauspolieren?

Echte Kratzer in einem Ceranfeld lassen sich in der Regel nicht vollständig entfernen. Glaskeramik ist ein sehr hartes Material. Wird Material einmal herausgeschliffen, kann es nicht wieder aufgefüllt werden.

Von Schleifmitteln, Schleifpapier, Stahlwolle oder aggressiven Polierpasten ist abzuraten. Sie können die Oberfläche dauerhaft beschädigen und zusätzliche feine Kratzer verursachen. Auch Zahnpasta, Natron oder Scheuermilch gelten zwar als häufig genannte Hausmittel, bringen bei echten Kratzern aber meist keinen Erfolg und können die Oberfläche matt erscheinen lassen.

Kleine Kratzer optisch kaschieren

Sehr feine Kratzer lassen sich manchmal optisch etwas weniger auffällig machen. Spezielle Ceranfeld-Reiniger enthalten pflegende Bestandteile, die einen dünnen Schutzfilm hinterlassen. Dadurch wirken feine Gebrauchsspuren häufig weniger sichtbar.

Eine Reparatur im eigentlichen Sinn ist das allerdings nicht. Der Kratzer bleibt vorhanden, fällt aber je nach Lichteinfall weniger auf.

Tiefe Kratzer sind ein Sicherheitsrisiko

Besonders tiefe Kratzer oder Abplatzungen sollten ernst genommen werden. Ist die Glaskeramik bis in tiefere Schichten beschädigt oder zeigt das Kochfeld Risse, sollte es nicht weiter benutzt werden. Durch Hitze und Spannungen können sich Risse vergrößern. Im schlimmsten Fall kann Feuchtigkeit in die Elektronik eindringen.

Bei einem Sprung oder Riss ist deshalb meist ein Austausch des Kochfeldes erforderlich.

So vermeiden Sie neue Kratzer

Die meisten Kratzer entstehen durch kleine Unachtsamkeiten. Mit einigen einfachen Maßnahmen bleibt das Ceranfeld deutlich länger schön:

  • Töpfe und Pfannen nicht über das Kochfeld schieben, sondern anheben.
  • Vor dem Kochen kontrollieren, ob sich Sand, Salz oder andere harte Partikel unter dem Topfboden befinden.
  • Nur saubere und glatte Topfböden verwenden.
  • Übergekochte Speisen möglichst sofort entfernen, sobald das Kochfeld ausreichend abgekühlt ist.
  • Einen speziellen Ceranfeldschaber nur für eingebrannte Rückstände einsetzen und dabei mit flachem Winkel arbeiten.
  • Keine Scheuerschwämme, Stahlwolle oder scheuernden Reinigungsmittel verwenden.

Wann sich ein Austausch lohnt

Einzelne feine Kratzer sind vor allem ein optisches Problem und beeinträchtigen die Funktion des Kochfeldes in der Regel nicht. Sind jedoch zahlreiche tiefe Kratzer, Abplatzungen oder Risse vorhanden, kann sich der Austausch der Glaskeramik lohnen – insbesondere bei hochwertigen Einbauküchen.

Ein zerkratztes Ceranfeld lässt sich meist nicht wieder in den Neuzustand versetzen. Oberflächliche Metallabriebspuren können oft vollständig entfernt werden, echte Kratzer dagegen nicht. Mit geeigneten Ceranfeld-Reinigern lassen sich feine Gebrauchsspuren etwas kaschieren, tiefe Beschädigungen bleiben jedoch dauerhaft sichtbar. Wer auf schonende Reinigung, saubere Topfböden und vorsichtigen Umgang achtet, kann neuen Kratzern wirksam vorbeugen.