Beschichtete Pfannen gehören heute zur Standardausstattung vieler Küchen. Sie sind vergleichsweise günstig, leicht zu handhaben und erleichtern das Braten empfindlicher Speisen. Gleichzeitig gelten Antihaftbeschichtungen als empfindlich und pflegeintensiv. Immer wieder wird zudem über mögliche gesundheitliche Risiken diskutiert. Ein Überblick über Materialeigenschaften, richtige Nutzung und den aktuellen wissenschaftlichen Stand.
Teflon ist der Markenname für den Kunststoff Polytetrafluorethylen (PTFE). Dabei handelt es sich um ein Polymer, das gegenüber nahezu allen Chemikalien und Lösungsmitteln beständig ist. PTFE ist wasser- und fettabweisend und reagiert bei normalen Temperaturen nicht mit anderen Stoffen. Aufgrund dieser Eigenschaften gilt das Material als chemisch inert.
Einsatz in der Küche
PTFE-Beschichtungen werden vor allem wegen ihrer Antihaftwirkung eingesetzt. Sie verhindern, dass Speisen an der Pfanne haften bleiben, was insbesondere bei Eierspeisen, Fisch oder Pfannkuchen von Vorteil ist. Zudem lässt sich mit beschichteten Pfannen meist mit wenig Fett kochen, was sie für viele Anwender attraktiv macht.
Hinweise zur richtigen Handhabung
Um die Lebensdauer einer beschichteten Pfanne zu verlängern und Beschädigungen der Oberfläche zu vermeiden, empfehlen Hersteller und Verbraucherschützer folgende Grundregeln:
– Kochbesteck aus Holz, Kunststoff oder Silikon verwenden
– auf Scheuerschwämme und aggressive Reinigungsmittel verzichten
– die Pfanne mit warmem Wasser und mildem Spülmittel reinigen
– möglichst von Hand spülen
– nur bei niedriger bis mittlerer Hitze verwenden
– keine Speisen über längere Zeit in der Pfanne aufbewahren
Besonders wichtig ist es, mechanische Belastungen der Beschichtung zu vermeiden, da Kratzer die Antihaftwirkung deutlich reduzieren.
Ist Teflon gesundheitlich bedenklich?
Über viele Jahre hielten sich Befürchtungen, dass Teflon gesundheitsschädlich oder sogar krebserregend sei. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bewertet diese Sorge jedoch als unbegründet. Abgelöste PTFE-Partikel, etwa durch Kratzer, können vom menschlichen Körper nicht aufgenommen oder verdaut werden. Sie werden unverändert wieder ausgeschieden. Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand gilt PTFE daher nicht als giftig.
Vorsicht bei Überhitzung
Anders stellt sich die Situation bei sehr hohen Temperaturen dar. Wird eine leere Teflonpfanne stark erhitzt – etwa beim Vorheizen –, kann die Beschichtung ab Temperaturen von rund 300 Grad Celsius zersetzt werden. Dabei entstehen Dämpfe, die beim Einatmen grippeähnliche Symptome verursachen können, das sogenannte Teflonfieber. Für Vögel können diese Dämpfe bereits bei niedrigeren Temperaturen lebensgefährlich sein. Deshalb raten Fachstellen ausdrücklich davon ab, beschichtete Pfannen leer und unkontrolliert zu erhitzen.
Kratzer in der Beschichtung – was ist zu tun?
Leichte Kratzer stellen aus gesundheitlicher Sicht kein akutes Risiko dar. Ist die Beschichtung jedoch stark beschädigt, empfehlen Fachleute, die Pfanne zu ersetzen. In diesem Zustand erfüllt sie ihre Funktion nicht mehr zuverlässig. Zudem ist PTFE nicht biologisch abbaubar und belastet bei der Entsorgung die Umwelt.
Mögliche Alternativen
Wer auf beschichtete Pfannen verzichten möchte, kann auf andere Materialien ausweichen, darunter:
– Edelstahl
– Emaille
– Aluminium
– Eisen oder Gusseisen
Allerdings haben auch diese Materialien spezifische Eigenschaften und Einschränkungen. Edelstahl kann Nickel enthalten, das bei empfindlichen Personen problematisch sein kann. Emaille bietet kaum Antihaftwirkung. Aluminium wird häufig ebenfalls beschichtet eingesetzt.
Als robuste und langlebige Alternative gelten Eisen- oder Gusseisenpfannen. Sie kommen ohne Kunststoffbeschichtungen aus und sind bei richtiger Pflege sehr haltbar. Beim Kochen kann dabei eine geringe Menge Eisen in die Speisen übergehen. Dieser Effekt ist allerdings nur gering und ersetzt keine gezielte Ernährung oder medizinische Behandlung bei Eisenmangel.
Teflonpfannen sind bei sachgemäßer Nutzung gesundheitlich unbedenklich. Entscheidend ist, Überhitzung zu vermeiden und die Beschichtung nicht mechanisch zu beschädigen.
